Babybauch in liebevoller Vorfreude

Wie kam ich zu windelfrei?

Wie kam ich aber dazu, mein Baby windelfrei aufwachsen wollen zu lassen? Eine gute Freundin und Hebamme schlug es mir vor, da war ich gerade ein paar Wochen schwanger. Meine erste Reaktion: „Wie – ohne Windeln? Das geht doch nicht. Und mit unserem Fußboden geht das auch gar nicht. Und die Möbel. Nein!“ Meine einzige Vorstellung bestand damals darin, dass mein Baby die ganze Zeit irgendwo hin pieselt. Und ich schätze, das ist der erste Gedanke der meisten Leute, wenn sie zum ersten Mal davon hören.

Zuerst habe ich mich für Stoffwindeln entschieden

In den darauffolgenden Wochen war das Wort „windelfrei“ also wieder aus meinem Kopf verschwunden. Lediglich mit dem Thema Wegwerf- oder Stoffwindeln beschäftigte ich mich eingehend und entschied mich eindeutig dafür, Windeln zu waschen. Dass unsere Kinder heute teils mit 3, 4 oder 5 Jahren noch Windeln tragen, fand ich irgendwie unnatürlich. Nicht aus Sicht des Kindes. Für die sind die umweltschädlichen Wegwerfwindeln, wenn sie erst einmal darauf „getrimmt“ sind, ein Traum, merken sie doch gar nicht, dass sie eingepinkelt haben, da alles total absorbiert wird. Kein Wunder, dass es da bequemer ist, immer schön in die Windel zu machen. Aber die Vorstellung, wie viele Tonnen Müll pro Kind produziert werden und dass die Windeln über 400 Jahre brauchen, um zu verrotten – nee, das ist erschreckend. Bei uns werden Windeln verbrannt, aber auch das ist ja nicht umweltfreundlich.

Man kann dazu natürlich auch argumentieren, dass auch Stoffwindeln nicht die beste Öko-Bilanz haben. Ja, das stimmt. Auch für das Waschen verbraucht man wertvolle Ressourcen und sicher oft umweltschädliche Waschmittel. Und dennoch: Wenn man die Folgen der Wegwerf-Windeln in die Ökobilanz mit aufnimmt, kommen am Ende doch die Waschwindeln besser weg, würde ich sagen.

Meine Hebamme empfahl mir zwei Bücher

Mit fortgeschrittener Schwangerschaft schnitt meine mich begleitende Hebamme irgendwann auch dieses Thema an. Sofort sah ich wieder meinen beschädigten Holzboden zu Hause. Aber sie empfahl mir zwei Bücher:

  • TopfFit! Der natürliche Weg mit oder ohne Windeln vom tologo Verlag UND
  • Windelfrei? So geht’s! Natürliche Säuglingspflege von Lini Lindmayer, ebenfalls vom tologo Verlag

Eigentlich dachte ich erst einmal, ich würde mir das TopfFit Buch holen, da im Titel immerhin auch die Worte „mit Windeln“ eine Option waren. Am Ende kaufte ich aber – aus keinem bestimmten Grund – doch das Buch von Frau Lindmayer. Und was soll ich sagen, schon nach wenigen Seiten war ich überzeugt vom Konzept „windelfrei“. Ach was, nicht nur überzeugt, sondern begeistert, um ehrlich zu sein. Im Moment kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, meinem Baby Windeln zu verpassen. Es fühlt sich total unnatürlich an. Nun habe ich noch gute sieben Wochen Zeit bis zum Entbindungstermin und dann beginnt das Abenteuer. Ich kann es kaum erwarten!

Alle meine Buchtipps zum Thema windelfrei findet Ihr hier.